Sterbe Versicherung

Sterbegeldversicherung zahlt hohe Kosten

Um die hohen Kosten für eine Beisetzung abzusichern empfehlen die Versicherer in Deutschland eine Sterbe Versicherung. In der Tat kostet eine Beerdigung hierzulande viel Geld. Oft reichen die Mittel aus dem Nachlass des Verstorbenen gar nicht aus, alle Ausgaben zu decken. Hinterbliebene scheuen es oft, die hohen Belastungen zu übernehmen. Noch vor Jahren sprang die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) mit dem Sterbegeld ein.

Das deckte zwar nicht sämtliche Aufwendungen vollständig ab. Einen Teil der Ausgaben konnte das Geld aus der gesetzlichen Sterbekasse jedoch abfedern. Seit es diese Leistungen nicht mehr gibt, wächst das Angebot an Sterbe Versicherungen, die zur Deckung der Lücke herhalten sollen.

Einfaches Prinzip

Sterbegeldversicherung & Bestattungsvorsorge

Eine Sterbegeldversicherung funktioniert nach einem ganz einfachen Prinzip. Die Police wendet sich an alle, die zu Lebzeiten Geld für die eigene Bestattung zurücklegen möchten, Stirbt der Versicherungskunde, dann zahlt die von ihm gewählte Gesellschaft eine Summe, die beide Seiten beim Vertragsabschluss vereinbart haben. Das Geld bekommt der Hinterbliebene, mit dem sich der Versicherte vorher darauf geeinigt hat, dass dieser die Formalitäten erledigt. Auch enge Freunde oder ein selbst ausgewählter Bestatter dürfen als Empfänger und Beauftragte für die Bestattung fungieren. Tritt ein Bestatter in die Pflicht, kann die Versicherungssumme der Sterbe Versicherung genau auf die Kosten ausgerichtet werden, die dieser für die Beisetzung und die Grabpflege veranschlagt.

Eine Sterbeversicherung spart Geld wie eine Kapital-Lebensversicherung an. Mit dieser Police hat sie auch den Risikoanteil gemeinsam, der durch die Beitragszahlungen mit angespart werden muss. Denn die Sterbe Versicherung zahlt nach einer Karenzzeit die Leistung im Todesfall aus. Das gilt unabhängig davon, ob der Versicherungskunde schon genügend Kapital angespart hat, um die Kosten abzudecken. Damit der Versicherer kein schlechtes Geschäft macht, gibt es in allen Verträgen Risikobestandteile. Damit sichert sich die Gesellschaft gegen zu hohe Ausfälle ab.

Alternativen bedenken

In den letzten Jahren hatten Sterbegeldversicherungen den Ruf, zu teuer zu sein. Fairer Weise muss man dazu sagen, dass es in der Vergangenheit keinen Test von Verbraucherschützern mehr gab, der diese Einstellung bestätigt. Ob die Police wirklich zu teuer ist, kann also nicht mit Zahlen belegt werden. Jeder Verbraucher, der sich für eine Absicherung gegen hohe Kosten seiner Beisetzung interessiert, muss also selber berechnen, ob sich die Ausgaben für eine lange Sparphase für ihn lohnen. Die Erfahrung lehrt, dass nur wenige Menschen tatsächlich auf konventionelle Weise vorsorgen und sparen. Sich um die Beisetzung Gedanken zu machen und eine Versicherung für das Sterben abzuschließen, ist also nicht grundsätzlich falsch.

Als Alternative für eine Sterbe Versicherung wird oft eine Risikolebensversicherung genannt, die mit einem Sparvertrag gekoppelt wird. Dabei soll der Interessent eine Risikolebensversicherung abschließen, die über eine niedrige Versicherungssumme verfügt. Eine Risikolebensversicherung leistet, wenn der Versicherte während der Laufzeit stirbt. Weil die Summe aus der Risikolebensversicherung für die Beisetzung nicht ausreicht, werden der Abschluss eines Sparvertrages oder das Ansparen auf einem Tagesgeldkonto empfohlen. Damit soll die Risikolebensversicherung als Sterbe Versicherung unterfüttert sein.

Was Versicherungen leisten

Eine Risikolebensversicherung soll in erster Linie den hinterbliebenen Partner schützen, wenn der Alleinverdiener verstirbt und Anschaffungen wie ein Haus oder eine Wohnung noch nicht bezahlt sind. Natürlich kann eine solche Police auch als Versicherung für die Beisetzung genutzt werden. Für ältere Versicherte ist eine solche Police jedoch nicht unbedingt preiswert. Denn ihr Risiko zu sterben, ist wesentlich höher als bei jüngeren Versicherungskunden. Das andere Problem bei der Kombination aus Police und Sparvertrag ist der Sparanteil. Wer auf einem Tagesgeldkonto vorsorgt, kann jederzeit an das Geld. Sterbe Versicherungen, die bis zum Schluss durchgehalten werden, profitieren davon, dass das Geld nicht einfach abgehoben und anderweitig ausgegeben werden kann. Außerdem muss Geld vollständig angespart werden, während eine Sterbe Versicherung sofort leistet.

Auch eine private Unfallpolice zahlt Sterbegeld aus. Stirbt der Versicherte bei einem Unfall oder später an dessen Folgen, gibt es von der Versicherungsgesellschaft Geld für die im Vertrag als Begünstigte genannte Personen. Die Versicherungssummen bei privaten Unfallversicherungen sind relativ hoch. Deshalb reicht das Geld aus einer Police in der Regel für die Kosten einer Beisetzung aus. Das große Problem privater Policen gegen Unfallfolgen ist ihre eingeschränkte Nutzbarkeit. So muss der Tod immer die Folge eines Unfalls sein. Das kann sogar zum Problem werden, wenn der Kunde später offensichtlich an den Unfallfolgen stirbt. Viele Gesellschaften lassen erstlangwierige Gutachten machen, bevor sie Hinterbliebnen Geld zahlt.

Richtig absichern

Wer nicht über so einen großen Nachlass verfügt, dass seine Beisetzung von den Hinterbliebenen finanziell gut zu stemmen ist, sollte über eine Sterbevorsorge durch eine Sterbegeldversicherung nachdenken. Mögliche Alternativen, wie eine Risikolebensversicherung oder eine private Unfallpolice, können in den Vergleich einbezogen werden. Ob sie sich wirklich lohnen, steht nicht fest. Das Problem, hohe Kosten bei den Beisetzungen durch Policen abzusichern, haben ältere Kunden in jedem Fall. Da spielt es keine Rolle, mit welcher Art von Versicherungen sie vorsorgen. Jüngere Versicherungskunden zahlen für alle Policen, die ein Risiko absichern, ohnehin weniger Geld. Ausnahme ist hier die private Unfallversicherung. Sie ist für junge und aktive Menschen nicht unbedingt preiswerter. Sinn macht es, ein Risiko durch eine Police abzusichern, die für dieses Risiko geschaffen wurde. Eine Sterbe Versicherung ist deshalb ein gute Wahl.

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